TOPOGRAFIE DES SEINS
Die Papierarbeiten dieses Zyklus dokumentieren den unmittelbarsten, unzensierten Fluss der Bewegung im Raum. Befreit von der architektonischen Schwere der Leinwand fungiert das ungrundierte Papier hier als haptischer Resonanzboden für den reinen Impuls. Kognition und intuitive Dynamik verzahnen sich in einer fluiden Verdichtung: Die Linie agiert nicht als begrenzende Kontur, sondern als seismografische Spur seelischer Präsenzen. Im Rhythmus der dreispaltigen Reihung entfaltet sich eine Evolution der Form – von reduzierten, schwebenden Figurationen über dichte, mythologische Geflechte bis hin zum alchemistischen Durchbruch des ocker-goldenen Lichts. Jedes A2-Blatt bricht die starren Mauern des Bekannten auf und lädt ein, altgebundene Strukturen aufzulösen, um neue Wirklichkeiten aus sich selbst heraus zu erfahren.








